Geschichte

Am 20. Oktober 1872 wurde die «Ländliche Feuerversicherungsgesellschaft von Appenzell I. Rh.» gegründet. Den Initianten war es ein Dorn im Auge, dass die Versicherungsprämien an auswärtige Gesellschaften flossen und damit der einheimischen Volkswirtschaft verloren gingen. Unter der Führung von Landammann Johann Baptist Emil Rusch (1844-1890) gründeten Sie auf genossenschaftlicher Basis eine Feuerversicherungsgesellschaft mit sozialem Charakter, um die Versicherten vor Schaden und daraus drohender Armengenössigkeit zu bewahren. Innerhalb der ersten drei Monate konnten 487 Genossenschafter angeworben und versichert werden. Das wichtigste Ziel, die auswärtigen Versicherungen zu tieferen Prämien zu zwingen, wurde in kurzer Zeit erreicht.

Die Versicherung erliess feuerpolizeiliche Bestimmungen über die Erstellung von Feuerstellen, die Aschenaufbewahrung, das Kaminfegen und die sorgsame Aufbewahrung der Zündhölzer.
1956 wurde die Genossenschaft den gewandelten Bedürfnissen angepasst: Elementarschadenversicherungen, keine Beschränkung der Höchstsumme mehr, Ausdehnung der Geschäftstätigkeit auf den Feuerschaukreis, Namensänderung auf «Feuerversicherungsgesellschaft Appenzell», Abdeckung des Risikos mit einer Rückversicherung.

1969 erfolgte mit der erstmaligen Anstellung eines vollamtlichen Geschäftsführers eine Professionalisierung des Versicherungsgeschäftes. Erster Geschäftsführer wurde der spätere Landammann Beat Graf.

2001 erfolgte eine weitere Öffnung. Das Angebot wurde nochmals erweitert, um die Versicherungsleistungen allen Privatpersonen und Gewerbebetrieben des Inneren Landes zugänglich zu machen. Mit dem neuen Namen «Appenzeller Versicherungen» wird der Öffnung und Neupositionierung Rechnung getragen. Dabei soll das Einzugsgebiet erweitert werden und das Angebot auch Versicherte in den umliegenden Kantonen ansprechen.


Dr. Franz Stark schreibt in der Festbroschüre zum 100-Jahr-Jubiläum: «Es war zu allen Zeiten des Bestehens das Bestreben der Gesellschaft, mit möglichst niedrigen Prämienansätzen den Versicherten zu dienen.»
An dieser Grundhaltung hat sich bis heute nichts geändert.